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10 Vorurteile im Life Coaching oder warum du deinen Selbstbetrug aufgeben musst #1

Aktualisiert: 8. Apr.

Wahrscheinlich hast auch du dir schon einmal die Frage gestellt, was die gefühlt hunderten Life Coaches da draußen eigentlich den ganzen Tag lang machen, gerade wenn sie auf Social Media omnipräsent zu sein scheinen? Du fragst dich vielleicht, womit sie dann eigentlich ihr Geld verdienen und ob sie es dir vielleicht nur aus der Tasche ziehen wollen? Und womöglich auch, ob sie ihre oft hohen Preise überhaupt wert sind, wenn sie in einer Sitzung doch nur wenig echte Zeit mit dir ganz persönlich verbringen?


Ich möchte in diesem Artikel einige verbreitete Vorurteile betrachten, mit gängigen Annahmen aufräumen und beleuchten, wie die Arbeit eines Life Coaches in der Praxis wirklich aussieht, um damit verknüpften Erwartungen zu begegnen. Vielleicht denkst du dir jetzt gleich: „Ja klar, der ist ja selbst Life Coach, der muss das ja so sagen!“ Das ist gleich das erste Vorurteil, das ich dir gerne abnehmen möchte. Denn: „Nein, ich muss das nicht, aber ich mag es gerne.“ Das macht einen entscheidenden Unterschied: denn ich gehe dadurch in meine Selbstverantwortung und lade dich dazu ein, selbiges zu tun. Denn ich teile meine Gedanken mit dir hier aus meiner Freiwilligkeit heraus. Niemand Anderes ist dafür verantwortlich, was du denkst oder wie du etwas sehen sollst.


Beim Lesen dieses Artikels möchte ich dich dazu inspirieren, etwas Neues zu lernen. Neue Blickwinkel einzunehmen. Setze dir doch einmal die Brille des „vielleicht könnte es auch anders sein“ auf? Dann wirst du aus diesem Artikel unglaublich viel Nutzen ziehen und bereits beim Lesen ein gratis Coaching bekommen, wenn du dir erlaubst, dass du in jeder Zeile eine neue Erkenntnis entdecken könntest. Es geht nicht darum, ob ich Recht habe, sondern ob du das glauben willst oder nicht.


Und da sind wir dann auch gleich mittendrin im Thema…


#1 Wieso sollte ich glauben, was ein Life Coach wie du mir sagt?

Wieso nicht? Oder warum magst du es nicht annehmen, was jemand Anderer wie ich aus seiner eigenen Lebenserfahrung mit dir teilt? Was könnte dabei im schlimmsten und im besten Fall passieren? Was wäre, wenn es dich spürbare Schritte nach vorne bringt, auch wenn es sich vielleicht erst einmal nicht danach anfühlt?


Wie du merkst, stelle ich dir Fragen, anstatt dir die Welt zu erklären. Denn meine Welt muss nicht mit deiner Welt übereinstimmen. Ein Life Coach wie ich stellt niemals den Anspruch Recht zu haben. Er stellt Thesen auf, challenged dich und sie und teilt dazu seine eigenen Erfahrungen und Gedanken. Das dient nicht dazu, dir zu sagen, was du tun oder lassen solltest oder was für dich richtig ist, sondern um deinen Horizont zu erweitern. Denn ich weiß nicht, was für dich am besten passt - das kannst nur du selbst herausfinden, und genau dabei begleitet dich ein Life Coach.


Wenn du das Gefühl hast, bevormundet zu werden oder versuchst Gründe zu finden, warum das nicht stimmen kann, was du hier liest, hat das viel weniger mit mir zu tun, als viel mehr mit dir und deinem aktuellen Mindset sowie deiner bisherigen Prägung. Ein guter Life Coach führt dich deshalb an deine Grenzen, er fordert dich heraus und lädt dich immer einmal wieder ein, deine Komfortzone zu verlassen und eine neue Sichtweise einzunehmen. Auch wenn du dabei gelegentlich das Gefühl bekommst, wütend auf ihn zu sein, dich ängstlich, traurig oder schuldig fühlst. Betrachte das als Einladung dazu, dort ganz genau hinzuschauen. Fühle diese Emotionen, anstatt sie wegmachen und den Life Coach dafür verantwortlich machen zu wollen. (s. Video von Dami Charf „Gefühle fühlen)


#2 Mein Coach ist stets dafür verantwortlich, dass es mir gut geht!

Nein, das ist er nicht - das bist ganz alleine du selbst. Fühle dich also dann dazu eingeladen, ganz genau hinzuspüren, was es mit dir macht, wenn du das einmal im Kontakt mit ihm oder ihr denkst. Warum glaubst du, sollte jemand anderes die Verantwortung für deine unangenehmen Emotionen übernehmen? Könnte es sein, dass du selbst als Kind oft in dieser Rolle gelandet bist und Verantwortung für das Wohlbefinden von Anderen übernommen hast? Dann darfst du das jetzt wohlwollend annehmen und loslassen. Denn solange du denkst, dass ein anderer Mensch für deine Gefühle verantwortlich ist, bist du selbst nicht in deiner Verantwortung dafür.


Die Psychologie spricht hier von einer Opferhaltung, du fühlst dich dabei ohnmächtig und verletzt. Doch hat das weniger mit deinem Coach zu tun, als mit deiner eigenen Vergangenheit. Wenn du darauf wartest, dass dich jemand anderes rettet, und du alle unerwünschten Emotionen auf ihn oder sie projizieren kannst, um sie dort abzuwerten, dann tust du dasselbe, was du vermutlich selbst einmal erlebt hast. Genau das darf sich jetzt ändern und wieder dort bleiben, wo es her gekommen ist. Dabei wird dich ein guter Life Coach in seiner Arbeit mit dir professionell begleiten. (s. Video „Raus aus der Opferrolle)


#3 Mein Coach muss immer für mich da sein, wenn ich ihn gerade brauche!

Wie wäre es, wenn du selbst immer für dich da bist, wenn du gerade Sicherheit und Stabilität brauchst? Was würde sich für dich verändern, wenn du ab sofort nicht mehr von anderen erwartest, für dich da zu sein, sondern es lernst für dich selbst da zu sein? Dich so anzunehmen, wie du gerade da bist, mit aller Bedürftigkeit und Mangel genauso wie Liebe und Fülle? Allein du selbst bestimmst in deinem Leben, was dir gerade gut tut und wie du bekommst was du gerade brauchst. Ich ermutige dich dazu, deine Bedürftigkeit Schritt für Schritt loszulassen und ab jetzt in deine Eigenverantwortung zu gehen.


Das wirst du in der Arbeit mit einem guten Life Coach auch immer wieder hören. Wenn dir jemand etwas anderes erzählt und deine Last mitträgt, dann ist das entweder ein unerfahrener Coach, der es dir recht machen und dir gefallen möchte, oder es ist ein Therapeut in der falschen Rolle. So unterscheidet sich auch Coaching von Therapie. Dort geht es nämlich nicht darum, deine gerade mangelnde Selbstwirksamkeit zu kompensieren, sondern dich dazu motivieren, wie ein Flugzeug die Last mit deinen eigenen Flügeln zu tragen. Nichts anderes macht die Kraft von Coaching aus.


#4 Womit verbringt ein Life Coach den ganzen Tag, wenn ich eh alles selbst machen soll?

„Das ist eine gute Frage“ würde jetzt eine Klientin zu mir sagen, wenn ich ihr die richtige Frage gestellt habe, um sie ins Reflektieren ihrer eigenen Annahme oder Situation zu bringen. Und genau das tue ich gerade mit diesem Text, den ich genau dafür schreibe, damit du ein besseres Bild davon bekommst, was ein Life Coach den lieben langen Tag so macht. Denn auch wenn du nur wenige Stunden exklusiv oder in der Gruppe mit ihm oder ihr arbeitest, so liegt die Rolle und damit die große Verantwortung eines Life Coaches genau darin, dich dazu zu bringen, deine eigenen festgefahrenen Standpunkte zu hinterfragen.


Neues passiert meist außerhalb der Komfortzone, auch wenn du dich durchaus auch wohl fühlen darfst und Coaching nicht immer weh tun muss. Doch bringt es dich nur dann weiter, wenn dich ein Life Coach an deine eigenen Grenzen bringt und dich immer wieder mit seinen Impulsen dazu inspiriert. Anfänger-Coaches, die den ganzen Tag auf Social Media online sind oder dich im Messenger penentrieren, sind in der Regel selbst total needy, wenig bei sich und selten gut mit sich verbunden. Von diesen Life Coaches möchte ich dir explizit abraten. Ich war dort aber selbst in meinen Anfangstagen schon, das ist völlig okay, solange du selbst noch bedürftiger bist als dein Coach.


Inzwischen bin ich viel mehr in meiner Eigenverantwortung und beschäftige mich bevorzugt mit dem, was mich selbst gerade bewegt und schreibe darüber - das erzeugt für mich und dich Mehrwert. Denn wovon du profitieren kannst und was dich wirklich weiterbringt, sind nicht die lästigen Angebote für Coachings oder „people pleasing“ Posts, die dir das Gefühl vermitteln, dass alles so leicht geht. Das tut es nämlich meistens nicht, es ist oft richtig anstrengend und erfordert stetige innere Arbeit - aber Leichtigkeit verkauft sich eben besser. Das ist dann meist ein Selbstbetrug des Life Coaches sich selbst gegenüber, nur das bringt dich langfristig nicht an dein Ziel. Für echte Veränderung sind provozierende Aussagen wie diese notwendig, um dich dazu bewegen, dich selbst auch an den Stellen zu hinterfragen, an die du nicht so gerne hinschaust, um damit gängige Vorurteile, Annahmen und Erwartungen zu challengen. Streicheln und „Gefallen-wollen“ ist der Weg der Vermeidung, um mit den eigenen unerwünschten Emotionen nicht in Kontakt zu kommen.


Ich möchte dir deshalb erlauben, auf deinen Coach auch einmal richtig wütend zu sein! Denn das, was du an ihm gerade überhaupt nicht magst, sind Anteile die du in dir selbst noch anschauen und transformieren darfst. Dabei begleitet dich ein guter Life Coach auf dem Weg in deine Selbstverantwortung wertschätzend und wohlwollend. Denn er oder sie tut genau dasselbe auf dem eigenen Weg und investiert sehr viel Zeit, Geld und Energie in die persönliche Weiterentwicklung. Jeder Coach hat einen Coach. Frage deinen Wegbegleiter also immer danach, von wem er sich gerade begleiten lässt! Zögert er oder sie, eiert rum oder erzählt dir Geschichten - besser Finger weg. (s. Rich Litvin "4 Types of Coach")


#5 Womit verdient ein Life Coach sein Geld, wenn er oder sie so viel schreibt und mit sich selbst beschäftigt ist?

Genau damit! Indem er dich dort abholt, wo du gerade stehst und dir Mehrwert bietet. Kostenlos, einfach weil er es kann und möchte. Ohne, dass du etwas dafür tun musst, außer dafür offen zu sein und das Material deines Coaches aufzunehmen. Alles. Seine Artikel, Videos, Links. Sauge auf, was du bekommen kannst und hole dir bei ihm ab, was du gerade brauchst. Aber bewerte es nicht, suche nicht nach dem Fehler oder versuche rauszufinden, ob er Recht hat oder nicht. Ein Life Coach, der mehr damit beschäftigt ist, seinen Social Media Feed mit Selbstdarstellung, Sprüchen oder Werbung zu füllen, hat vermutlich mehr damit zu kämpfen, seinen eigenen tiefsitzenden Mangel nicht zu spüren und damit nicht nur sich selbst, sondern insbesondere auch dich darum zu betrügen, das bei sich selbst zu spüren.


Fühlst du dich also von jemanden mehr gesehen und bereichert, der sich vorwiegend selbst darstellt oder der dir echten Mehrwert bereits vor dem Coaching bietet? Möchtest du mit jemandem arbeiten, der dir eine Scheinwelt verkauft und bei dem du dich „wohl“ fühlst, also deine Komfortzone noch weiter ausdehnst? Oder wünschst du dir jemanden, der dich dabei begleitet, sichere Schritte heraus aus deinen bestehenden Annahmen und festgefahrenen Gewohnheiten zu machen? Der dich manchmal sanft anschubst, auch einfach einmal nur sieht wie und wo du gerade stehst, dich aber meistens dazu ermutigt, über dich hinaus zu wachsen und auch mal richtig triggert? Dabei aber stets wertschätzt und liebevoll mit dir umgeht?


Du bist bei einem Life Coach gut aufgehoben, bei dem du genau das in echten Kontakt bringen kannst. Der oder die dich so nimmt wie du bist, es dir aber nicht Recht macht und dir sagt, was du gerade hören magst, sondern das, was du gerade hören musst, um deinen Selbstbetrug zu beenden. Du bezahlst also nicht für gute Gefühle - das ist kein Coaching, sondern „people pleasing“ aus eigenem Mangel des Coaches - sondern für tiefe Transformation, die am Rande deiner Komfortzone passiert und sich deshalb oft zuerst nicht gut anfühlt. Dein Coach wird dich nicht nur sicher dorthin begleiten, sondern auch sanft abfedern, damit du wieder sicher auf dem Boden der Tatsachen landest und es in deinem eigenen Alltag anwenden und nachhaltig umsetzen kannst.


#6 Ein Life Coach zieht mir nur das Geld aus der Tasche!

Wenn du das glaubst, dann ist das deine eigene Wahrnehmung aus deinem Mangel heraus und sagt zunächst einmal mehr über dich als den Coach. Ich möchte dir mitgeben, einmal über dein Money Mindset nachzudenken. Wo hast du das Gefühl in deinem Leben, dass du zu kurz kommst? Dass Menschen dir etwas schuldig sind? Sich Andere für dich anstrengen sollen oder es dir Recht machen müssen? Könnte es sein, dass du vielleicht zu hohe Erwartungen in Andere setzt, die du zunächst einmal bei dir selbst betrachten solltest? Woher nimmst du die Annahme, dass andere Menschen es mit dir nicht gut meinen? Könnte es vielleicht auch sein, dass du es dir selbst nicht erlaubst? Was wäre, wenn du im Coaching viel viel mehr bekommst, als du gerade sehen kannst?


Womöglich triggert dich diese Selbstreflexion, doch liegt die Antwort auf diese Annahme viel mehr bei dir als beim Life Coach. Auch wenn es sein kann, dass es dort draußen viele bedürftige Anfänger-Coaches gibt, die genau das tun wollen, weil sie selbst im inneren Mangel sind und ihren eigenen (noch) Wert nicht kennen. Denen es wichtiger ist, dein Geld zu bekommen, als dass du den Weg deiner eigenen Transformation nachhaltig gehen wirst. Woran du sie erkennen kannst? Blättere noch einmal nach oben und lies den vorherigen Abschnitt #5 ganz genau.


Ich möchte dich dazu einladen, deinen Selbstwert zu entdecken und dir diese Fragen zu stellen: „Warum bist du es dir noch nicht wert, einen hohen Betrag für ein Life Coaching in dich zu investieren? Was wäre, wenn du einmal die Perspektive wechselst und dir die Frage stellst, was du für deine eigenen Leistungen empfangen möchtest? Wieviel würdest du dir selbst zahlen wollen? Jetzt gerade und in der Zukunft, vielleicht nach einem hochpreisigen und lebensverändernden Life Coaching?“


Vielleicht erkennst du in der Beantwortung dieser Fragen für dich, warum du heute so denkst und das Gefühl hast, dass ein Life Coach dir nur dein Geld abnehmen möchte.


Hier geht‘s weiter zu Teil 2: Fortsetzung.


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