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Wenn Weiblichkeit sich unsicher anfühlt

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Wie frühe Prägungen durch Mutter und Vater das Selbstbild, Beziehungen und Sexualität von Frauen formen

Viele Frauen tragen eine tiefe innere Spannung in sich, ohne sie klar benennen zu können. Sie funktionieren, lieben, geben, halten aus – und fühlen sich dabei oft innerlich leer, angespannt oder falsch. Nähe ist gleichzeitig ersehnt und bedrohlich. Sexualität ist selten wirklich frei, sondern mit Anpassung, Angst, Leistungsdruck oder Abspaltung verbunden.


Vielleicht kennst du das:


  • Du verlierst dich leicht in Beziehungen.

  • Du spürst deine Grenzen zu spät oder gar nicht.

  • Du fühlst dich verantwortlich für die Gefühle anderer.

  • Du hast Schwierigkeiten, Lust zu empfinden oder deinen Körper zu bewohnen.

  • Oder du gerätst immer wieder in Beziehungen mit emotional nicht verfügbaren, kontrollierenden oder übergriffigen Partnern.


Diese Muster entstehen nicht zufällig. Sie haben eine Geschichte.


Wenn die Mutter kein sicherer Ort war

Für viele Frauen liegt der Ursprung ihrer inneren Unsicherheit in der Beziehung zur Mutter. Nicht, weil die Mutter „schuld“ wäre, sondern weil sie selbst oft zu wenig Halt hatte.


Typische Prägungen sind:


  • eine emotional kalte oder abwesende Mutter

  • eine überforderte, depressive oder selbst traumatisierte Mutter

  • eine kontrollierende, manipulative oder beschämende Mutter

  • eine Mutter, die das Kind brauchte, statt es zu halten


Ein Mädchen lernt in solchen Beziehungen früh:


  • "Meine Bedürfnisse sind zu viel."

  • "Ich muss mich anpassen, um geliebt zu werden."

  • "Nähe bedeutet Vereinnahmung oder Verlust meiner selbst."


Das prägt das gesamte spätere Beziehungserleben – besonders zu sich selbst.


Der Vater als Maßstab für Nähe, Wert und Sicherheit

Auch die Beziehung zum Vater hinterlässt tiefe Spuren:


  • ein emotional oder physisch abwesender Vater

  • ein abwertender, autoritärer oder gewalttätiger Vater

  • ein übergriffiger oder sexualisierender Vater

  • oder ein Vater, der das Kind idealisierte, aber nicht wirklich sah


Viele Frauen entwickeln daraus unbewusste Überzeugungen wie:


  • "Ich muss leisten oder gefallen, um wertvoll zu sein."

  • "Männer sind gefährlich oder unzuverlässig."

  • "Nähe bedeutet Machtgefälle."


Später zeigt sich das oft in der Partnerwahl – und im inneren Erleben von Sexualität.


Sexualität als Anpassung oder Abspaltung

Wenn frühe Bindung unsicher war, wird Sexualität für viele Frauen kein Ort von Genuss, sondern von Anpassung oder Überleben.


Das kann sich zeigen als:


  • fehlende Lust oder innere Leere

  • Schmerzen, Vaginismus oder Scheidentrockenheit

  • das Gefühl, beim Sex „nicht ganz da“ zu sein

  • Sexualität, um geliebt oder gehalten zu werden

  • Schwierigkeiten, eigene Wünsche zu spüren oder zu äußern


Der Körper schützt dort, wo er früh lernen musste, dass Nähe nicht sicher ist.

Das ist kein Versagen – es ist eine intelligente Reaktion.


Wenn Macht, Unterordnung oder Kontrolle Teil der Beziehung werden

Manche Frauen geraten immer wieder in Dynamiken von Dominanz und Unterordnung. Sie ordnen sich unter, halten aus, erklären, verzeihen – oder wechseln irgendwann unbewusst die Seite und übernehmen Kontrolle.


Häufig liegen darunter frühe Erfahrungen von:


  • Grenzverletzung

  • emotionaler Vereinnahmung

  • Schuldumkehr

  • oder dem Gefühl, für das emotionale Gleichgewicht der Eltern verantwortlich zu sein


Solche Muster setzen sich fort, solange sie innerlich nicht erkannt und gelöst werden.


Täterintrojekte und innere Spaltung

Viele Frauen tragen verinnerlichte Stimmen ihrer Eltern in sich:


  • die abwertende Mutter

  • der kontrollierende oder beschämende Vater

  • die implizite Botschaft: So wie du bist, bist du nicht genug.


Diese sogenannten Täterintrojekte wirken von innen weiter:


  • als innere Härte

  • als Selbstverurteilung

  • als Misstrauen gegenüber eigenen Gefühlen

  • oder als Angst vor der eigenen Kraft und Klarheit


Viele Frauen kämpfen gegen diese Stimmen – und verlieren dabei den Kontakt zu sich selbst.


Wenn die eigene Identität unscharf bleibt

Fehlende Spiegelung in der Kindheit führt oft dazu, dass Frauen nicht wirklich wissen:


  • "Wer bin ich, wenn ich nicht funktioniere?"

  • "Was will ich wirklich?"

  • "Wo höre ich auf, wo beginnt der andere?"


Unklare Identität zeigt sich dann in Beziehungen, Beruf und Sexualität – als innere Orientierungslosigkeit oder ständiges Zweifeln an sich selbst.


Der Weg heraus: innere Sicherheit statt Selbstoptimierung

Heilung entsteht nicht durch „besser funktionieren“, mehr Wissen oder noch mehr Anpassung. Sie beginnt dort, wo eine Frau sich selbst wieder begegnet – jenseits alter Rollen.


Der entscheidende Schritt ist:


  • die eigene Geschichte ernst zu nehmen

  • innere Verstrickungen zu erkennen

  • Täterintrojekte zu entlarven

  • und eine eigene, verkörperte Identität aufzubauen


Wenn innere Sicherheit wächst, verändert sich vieles von selbst:


  • Grenzen werden klarer

  • Beziehungen ehrlicher

  • Sexualität freier

  • und das Gefühl, „falsch“ zu sein, verliert seine Macht


Du bist nicht zu sensibel – du warst zu lange allein

Wenn du dich in diesem Text wiederfindest, dann nicht, weil mit dir etwas nicht stimmt, sondern weil dein System früh lernen musste, sich anzupassen, um zu überleben.


In meiner Heilarbeit begleite ich auch Frauen dabei,


  • sich selbst wieder zu spüren

  • alte Bindungs- und Täterdynamiken zu lösen

  • ihre Identität zu stärken

  • und Nähe nicht länger mit Selbstverlust zu verwechseln


Sanft, klar und in deinem Tempo.


Du musst nichts beweisen.

Du darfst ankommen – bei dir.


Wenn du spürst, dass es Zeit ist, dich nicht länger allein durch diese Themen zu tragen, ist Unterstützung kein Rückschritt, sondern ein Akt von Selbstachtung. Hier kannst du mich buchen.


Wenn Weiblichkeit sich unsicher anfühlt, dann kannst du heute selbst für Sicherheit sorgen.


In dir.


Disclaimer: Dieser Text reflektiert meine eigenen Erfahrungen, inneren Prozesse und Lernbewegungen. Er richtet sich nicht an konkrete Personen und ist keine indirekte Kommunikation. Wenn dich etwas daran berührt oder triggert, lade ich dich ein, dies als Impuls für deine eigene Selbstklärung zu nutzen.

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